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Zitate

Aussagen prominenter Zeitgenossen zum Euro:


„Ein Europa mit einer europäischen Zentralbank will keine Demokratie, sondern jedem einzelnen nationalen Parlament seine Macht nehmen. Bei einer Einheitswährung geht es darum, einen europäischen Bundesstaat durch die Hintertür einzuführen.“

(Margaret Thatcher, britische Premierministerin, vor dem Unterhaus am 22.11.1990)


„Man kann es nicht oft genug sagen. Die politische Union ist das unerlässliche Gegenstück zur Wirtschafts- und Währungsunion. Die jüngere Geschichte, und zwar nicht nur die Deutschlands, lehrt uns, daß die Vorstellung, man könne eine Wirtschafts- und Währungsunion ohne politische Union auf Dauer erhalten, abwegig ist.“

(Helmut Kohl Bundeskanzler, in einer Rede vor dem Deutschen Bundestag am 06.11.1991)


„Die Währungsunion ist ein großer Irrtum, ein abenteuerliches, waghalsiges und verfehltes Ziel, das Europa nicht eint, sondern spaltet."

(Ralf Dahrendorf, 1995)


„Die Währungsunion als Schrittmacher der politischen Union einsetzen zu wollen, heißt das Pferd vom Schwanze aufzuzäumen. Das kann nicht funktionieren."

(Otmar Issing, Ex-Chefökonom der EZB, 1996)


„Der Euro ist eine kränkelnde Frühgeburt."

(Gerhard Schröder, damaliger Bundeskanzler, 1998)


„Es wird nicht so sein, dass der Süden bei den sogenannten reichen Ländern abkassiert. Dann nämlich würde Europa auseinanderfallen. Es gibt eine 'no bail out rule'. Das heißt, wenn sich ein Land durch eigenes Verhalten hohe Defizite zulegt, dann ist weder die Gemeinschaft noch ein Mitgliedstaat verpflichtet, diesem Land zu helfen."

(Horst Köhler, späterer Bundespräsident, 1998)


„Währungsunionen werden aus politischen Gründen gegründet, sie werden aus politischen Gründen fortgeführt und irgendwann enden sie aus politischen Gründen.“

(Michael Bordo, Wirtschaftshistoriker, 2010)


„Man muss sich entscheiden, was das kleinere Übel ist: kurzfristig sehr hohe Kosten bei einem Auseinanderbrechen der Eurozone – oder langfristige Kosten durch fortlaufende Rettungsmaßnahmen. Für Politiker, die kurzfristig gewählt werden wollen, ist sicherlich der zweite Weg attraktiver.“

(Carsten Burhop, Wirtschaftshistoriker, Universität Köln, 2010)


„ Wir sollten bitte nicht vergessen – dieses ganze Projekt 'europäische Einheit' ist wegen Deutschland notwendig geworden. Es ging immer (darum), Deutschland einzubinden, damit es nicht zur Gefahr wird für andere. Das dürfen wir in diesem Land nicht vergessen. Das spielt jeden Tag noch eine Rolle.“

(Günter Verheugen, ehemaliger EU-Kommissar, 2010)


„Allmählich wir auch den überzeugendsten Befürwortern des Euro klar, dass seine Einführung der größte und folgenschwerste Irrtum der Währungsgsschichte ist.“

(Wilhelm Nölling, Volkswirt und früheres Mitglied im Zentralbankrat der Deutschen Bundesbank, 2010)


„Zunächst bin ich gar nicht mal für eine Rückkehr zur D-Mark, sondern für einen Nord-Euro - mit Frankreich, den Niederlanden, Österreich und anderen soliden Staaten. Von einem Süd-Euro halte ich nichts, da sollten die Staaten ihre eigenen Währungen bekommen. Aber selbst wenn wir die D-Mark hätten, kann niemand behaupten, dass wir mit einer Währung, die zu unserer Wirtschaftsleistung passt, nicht konkurrenzfähig wären.“

(Dirk Müller, Börsenexperte, 2011)


„Man könnte natürlich auch sagen, Plan D: Jeder geht zu seiner eigenen Währung zurück. Das habe ich mich nicht getraut. Das hat auch mehr taktische Gründe, um ganz offen zu sein.“

(Hans-Olaf Henkel, Volkswirt, zu seinem Vorschlag, die Europäische Währungsunion in einen Nord- und einen Südeuro aufzuspalten, 2011)


„Eine Währung, die man retten muss, ist keine mehr!“

(Wilhelm Hankel, Wirtschaftswissenschaftler, 2011)


„Der ESM kann an den Start gehen. Die EZB wird im großen Stil Staatsanleihen kaufen. Wir bekommen eine Haftungsunion, die den Charakter der Währungsunion ändern wird - hin zu einer italienisch geprägten Währungsunion. Sie wird Parallelen aufweisen zum Italien der siebziger und achtziger Jahre."

(Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, zur ESM-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, 2012)


„Jetzt wird aus dieser Währungsunion durch die Vergemeinschaftung von Schulden zunächst eine Haftungsunion und am Ende wohl auch - jedenfalls können wir das nicht ausschließen - eine Transferunion. Dafür haben wir die Zustimmung der Bevölkerung nie erbeten."

(Wolfgang Bosbach, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zum ESM-Urteil des Bundeserfassungsgerichts, 2012).


„Europas große Täuschung besteht in dem Glauben, dass die Krise durch unverantwortliche Haushaltsführung zustande kam. Sie könnten jetzt einwenden, dass das auf Griechenland doch wirklich zutrifft. Das stimmt zwar, aber selbst die griechische Geschichte ist komplizierter. Irland hatte dagegen vor der Krise einen Haushaltsüberschuss und eine niedrige Staatsverschuldung. Auch Spanien hatte einen Haushaltsüberschuss und wenig Schulden ... Der Euro selbst hat die Krise ausgelöst.“

(Paul Krugman, Wirtschaftsnobelpreisträger, 2012)


„Für mich ist ganz klar: Wir sind in Europa zu weit gegangen. Wir sind in einer Sackgasse, weiterzugehen ist da nicht möglich. In einer Sackgasse gibt es nur einen Weg, nämlich zurück.“

(Vaclav Klaus, ehemaliger Staatspräsident, in "Neue Zürcher Zeitung" vom 24.01.2013)
 

„Scheitert der Euro, wird weder die deutsche Wirtschaft zusammenbrechen, noch wird es Krieg in der EU geben. Bestellen Sie das Frau Merkel mit besten Grüßen von mir.“

(Frits Bolkestein, ehemaliger EU-Kommissar, im Interview mit der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ vom 31.10.2014)


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