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11.10.2012 |

BIW fordern Euro-Ausschluss Griechenlands

Einheitswährung ist eine ökonomische Fehlkonstruktion

Anlässlich des Besuches von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Athen for­dert die Wählervereinigung BÜRGER IN WUT (BIW) den Ausschluss Griechen­lands aus der Europäischen Währungsunion. Die Fortsetzung der Euro-Rettungspolitik macht Deutschland zum Spielball der Schul­den­staaten.

Am Dienstag ist die Bundeskanzlerin Angela Merkel erstmals seit Beginn der Euro-Krise nach Athen gereist. Bereits im Vorfeld ihres Besuches hatte Merkel deut­lich gemacht, dass sie Griechenland um jeden Preis in der Währungs­union halten wolle. BIW kritisieren diese Position. Bei einem Verbleib im Euro müs­ste das Land massive Einsparungen vornehmen, soll die griechische Wirt­schaft wieder wettbewerbsfähig werden, was erhebliche soziale Verwerfungen nach sich zieht. Außerdem macht sich die Bundesregierung mit ihrem starren Fest­halten an der europäischen Einheitswährung vom Wohlwollen Grie­chen­lands und anderer Schuldenstaaten abhängig.

Dazu Jan Timke, Bundesvorsitzender der BÜRGER IN WUT: „Mit der Einfüh­rung des Euro ist den Griechen die Möglichkeit genommen worden, ihre Wäh­rung abzuwerten, um die eigenen Produkte auf dem Weltmarkt preiswert anbie­ten zu können. Um wieder konkurrenzfähig zu werden, müsste das Land seine Löhne und Sozialausgaben um mindestens 30 Prozent senken. Doch die­se Einschnitte treffen den erbitterten Widerstand der Bevölkerung. Es wür­de deshalb Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern, bis der notwendige Anpas­sungs­prozess abgeschlossen ist. Bis dahin müsste Athen von den reichen Euro-Staaten finanziell gestützt werden, wobei vor allem Deutschland in der Pflicht stünde. Das ist den Bürgern hierzulande nicht zu vermitteln. Die Alter­na­tive kann nur lauten, dass Griechenland den Euro verlässt, um die Drachme als nationale Währung wieder einzuführen und abzuwerten. Nur so kann das Land ökonomisch gesunden. Alles andere führt in die Sackgasse.“

BÜRGER IN WUT sehen die Gefahr, dass Deutschland mit immer neuen Zah­lun­gen zur Rettung der europäischen Einheitswährung das Heft des Handelns aus der Hand gibt. Denn je mehr Kredite und Bürgschaften den Krisenstaaten gewährt werden, desto schmerzlicher wären mögliche Zahlungsausfälle für die Geber­nationen. Irgendwann ist das Verlustrisiko so groß, dass keine wirk­sa­men Sanktionen gegen die Nehmerländer mehr möglich sind, auch wenn sich deren Regierungen nicht an die zugesagten Sparauflagen halten. Dann dik­tie­ren die Defizitsünder ihre Bedingungen zu Lasten der Steuerzahler auch in Deutsch­land. So weit darf es nicht kommen.

„Griechenland kann im Euro ökonomisch nicht überleben. Die Griechen müs­sen deshalb die Währungsunion verlassen, notfalls auch gegen ihren Willen. Andern­falls werden immer mehr Gelder auf Nimmerwiedersehen in einem Fass ohne Boden verschwinden. Ein Ausscheiden Athens aus der Gemein­schafts­währung wäre jedoch nur der erste Schritt zur völligen Abschaffung des Euro. Denn der hat sich als eine ökonomische Fehlkonstruktion erwiesen. Man kann eben nicht eine einheitliche Geldpolitik für mittlerweile 17 Volks­wirt­schaften unterschiedlicher Leistungsfähigkeit machen. Das muss in einer Katas­trophe enden. Es wird höchste Zeit, dass die Verantwortlichen in Berlin das endlich begreifen und im Interesse Deutschlands handeln“, so Jan Timke abschließend.

(Ende der Pressemitteilung)